Konzeption

1.Träger

Der Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. (VAKS) wurde 1985 gegründet. Seitdem setzen wir uns mit unserer Arbeit in unterschiedlichen Bereichen für die Entwicklung einer sozial gerechten und multikulturellen Gesellschaft ein. Arbeitsbereiche sind unter anderem die Beratung von Flüchtlingen und Migranten, Antidiskriminierungsarbeit und Integrationskurse, die Eine-Welt-Arbeit, Bildungs- und Kulturangebote sowie Sprachkurse für Kinder oder Erwachsene.

Der VAKS e.V. ist Träger von mehreren Nachmittagsbetreuungen an Grundschulen sowie zwei Kindertagesstätten, der Kita Oase Hüttental und der Kita Oase Sieghütte. Ebenso ist der KitS-Standort Friesenstrasse unter der Trägerschaft des VAKS eV. Der VAKS ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

2.Rahmenbedingungen

2.1 Ort und Lage

Die Kita Oase Hüttental ist in ruhiger Lage im Stadtteil Geisweid der Stadt Siegen. Sie liegt in Waldrandlage und gleichzeitig zentral.

Die Kita Oase Sieghütte liegt in zentraler Lage in Siegen.

2.2 Räumliche Ausstattung

Die Kita Oase Hüttental verfügt über Gruppenräume, Gruppennebenräume, Waschräume, Schlafräume, eine Turnhalle, eine Küche, Funktionsräume sowie ein grosses Aussengelände mit vielfältigen Spiel- und Bewegungsangeboten und einen kleineren seperaten Spielplatz.

Die Kita Oase Sieghütte verfügt über Gruppenräume, Gruppennebenräume, einen Waschraum, einen Schlafräume, eine grosse und eine kleine Turnhalle, eine Küche, sowie ein grosses Aussengelände.

2.3 Platzangebot/Gruppenstärken

In der Kita Oase Hüttental werden z.Zt 50 Kinder von 1-6 Jahren in 3 Gruppen betreut. Die jüngeren Kinder werden von drei Fachkräften in der Gelben Insel betreut. Zur Grünen Insel gehören 19-21 Kinder ab 3 bis zum Schuleintritt und zur Blauen Insel 17-19 Kinder ab 3 bis zum Schuleintritt. In beiden Gruppen arbeiten jeweils 2 Fachkräfte.

In der Kita Oase Sieghütte werden z.Zt 35 Kinder von 1-6 Jahren in 2 Gruppen betreut. Die jüngeren Kinder werden von drei Fachkräften betreut. Zur Gruppe der älteren Kinder gehören 26 Kinder und 3 Fachkräfte.

2.4 Personalschlüssel

Unsere Teams bestehen aus mehreren Fachkräften mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zur Zeit arbeiten in den Oasen Erzieher, Sozialpädagogen, eine Hauswirtschaftskraft, Reinigungskräfte und ein Hausmeister.

In der Regel beschäftigen wir in beiden Kitas mehr als das im KiBiz NRW festgelegte Mindestpersonal.

Auch Praktikanten aus dem pädagogischen Bereich werden bei uns zeitweise angeleitet.

2.5 Öffnungszeiten und Schliessungstage

Die Kita Oase Hüttental und die Kita Oase Sieghütte haben derzeit folgende Öffnungszeiten: Montags bis freitags 7.30-16.30

Mögliche Betreuungszeiten sind 35 Stunden wöchentliche Betreuungszeit im Block von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr oder 45 Stunden wöchentliche Betreuungszeit von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

Schliessungstage werden frühzeitig bekannt gegeben. Derzeit schliessen wir 3 Wochen in den Sommerferien und ca. 1 Woche in den Weihnachtsferien. Zusätzlich gibt es vereinzelte Schliessungtage.

2.6 Aufnahmekriterien

Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich zum Beginn eines Kindergartenjahres im August. Das Aufnahmeverfahren für August beginnt zur Zeit ab dem 15.Januar. Anmeldungen sollten daher vor dem 15.Januar über den Kitanavigator der Stadt Siegen erfolgen.  Anzahl und Stundenkontingent für die Neuaufnahmen richten sich nach den Vorgaben des Jugendamtes. Weitere Auswahlkriterien wie z.B. Berufstätigkeit beider Eltern, Alter der Kinder, Geschwisterkinder, räumliche Nähe oder soziale Härte etc. werden berücksichtigt und durch die Gremien der Kindertageseinrichtung festgelegt. Die Aufnahme erfolgt nur zum Zwecke einer langfristigen Betreuung.

2.7 Tagesablauf

Im Tagesverlauf gibt es in den Oase verschiedene Phasen. Eine Struktur des tages gibt den Kindern Orientierung und Sicherheit.

Bringzeit: Unsere Tagesstätten öffnen um 7:30 Uhr. Bis spätestens 9:00 Uhr sollten die Kinder gebracht werden um gut ins Spiel zu finden.

Freispielzeit: In der Freispielzeit vormittags findet das gemeinsame oder gleitende Frühstück statt. In einigen Gruppen gibt es feste Morgenkreise.

Mittagszeit: Mittags treffen sich die Gruppen zum gemeinsamen Mittagsessen.

Nach dem Mittagessen gehen unsere Jüngsten in den Schlafraum. Für die älteren Kinder wird eine variable Ruhezeit angeboten.

Freispielzeit & Abholzeit: Zwischen 13 Uhr und 16.30 gibt es eine weitere Freispielphase. In dieser Zeit können je nach Betreuungsumfang fortlaufend Kinder abgeholt werden.

Kinder, die eine wöchentliche Betreuungszeit von 35 Stunden haben, müssen bis 14:30 Uhr abgeholt werden. Kinder mit einem Betreuungsumfang von 45 Stunden müssen bis 16.30 abgeholt sein.

3. Pädagogische Grundlage unserer Arbeit

Unser Ziel ist es, dass jedes Kind sich in unserer Einrichtung wohl fühlt und sich entfalten und entwickeln kann. Im Rahmen der Philosophie des VAKS e.V haben sich mehrere pädagogische Schwerpunkte in unserer Arbeit entwickelt.

Wir befürworten kulturelle Vielfalt. Sowohl unser Team als auch unsere Kinder und Eltern sind aus unterschiedlicher Herkunft und leben unterschiedliche Traditionen und Gewohnheiten. Daher arbeiten wir überkonfessionell.

Entsprechend unseres Bildungsauftrags fördern wir die Kinder ganzheitlich und arbeiten mit den Familien zusammen. Wir beziehen die Kinder mit ein und versuchen, Mitbestimmung zu ermöglichen.

Die Grundgedanken verschiedener pädagogischer Ansätze prägen unsere Arbeit:

Partizipation und Beteiligung

Wir fühlen uns in der Gestaltung unseres Lebensraumes „Kita“ demokratischen Werten und Rechten verpflichtet. Dies gilt für Kinder, Eltern und Mitarbeiter.

Unsere Kinder sollen nicht ausschliesslich der Entscheidungsgewalt der Erwachsenen unterliegen sondern ihren Alltag in der Gruppe aktiv mitgestalten.

Situationsorientierter Ansatz

Der Situationsorientierte Ansatz verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft darin zu unterstützen, ihre Lebenswelten zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.

Für uns steht die Frage im Mittelpunkt, welche zeitgemässen Rahmenbedingungen unsere Kinder und deren Familien brauchen, um eigene Ressourcen zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Unsere partizipative Haltung ist ein weiterer Bestandteil des Situationsorientierten Ansatz. Mit dem Ziel, die Kinder zur Selbständigkeit und Wertorientierung zu begleiten bildet die individuelle, ganzheitliche Förderung in allen Entwicklungsbereichen den Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit.

Inklusion

Inklusion beinhaltet für uns eine grundlegende Anerkennung der Unterschiede und auch der Gemeinsamkeiten aller Kinder mit und ohne Beeinträchtigung oder Behinderung. In unseren Einrichtungen bauen wir auf die Vielfalt und Verschiedenheit der Kinder und deren Familien.

Bei uns sind alle Familien willkommen, unabhängig von Herkunft, Religion, Bildung oder Weltanschauung.

Montessoripädagogik:

„Hilf mir, es selbst zu tun“

Auch die Grundgedanken der Montessoripädagogik inspirieren die Arbeit in unseren Kitas. Dies bedeutet, jedes Kind wird in seiner Persönlichkeit gesehen und geachtet.

Wir unterstützen die Kinder dabei, ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Wir bieten eine die Selbsttätigkeit anregende Umgebung um so selbstgesteuerte Lern- und Bildungsprozesse zu ermöglichen.

Weitere Grundgedanken der Montessoripädagogik sind, die Kinder darin zu unterstützen, Probleme zu lösen statt ihnen aus dem Weg zu gehen. Das Kind selbst ist Akteur seiner Bildung und Weiterentwicklung, wir als Erwachsene geben Impulse und Hilfestellung dazu. Wir geben den Kindern die Möglichkeit, selbst eine Lösung oder Antwort zu finden und begleiten sie auf ihrem Weg dahin.

4. Unsere Arbeit mit den Kindern

4.1 Eingewöhnung und Beziehungsarbeit

Für Kinder ist das Erfahren von Vertrauen und Geborgenheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für ihre Persönlichkeitsentwicklung.  Eingewöhnung und Beziehungsarbeit sind sehr wichtige Bausteine unserer Arbeit mit den Familien. Für uns stellt das Berliner Modell eine gute Basis dar, um unsere Eingewöhnung zu planen. Die Eingewöhnung erfolgt immer in enger Absprache mit den Eltern und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Kindes.

Die Eingewöhnung beginnt mit einem Aufnahmegespräch, in dem wichtige Dinge zur Eingewöhnung und dem momentanen Entwicklungsstandes des Kindes geklärt werden.

Im Berliner Modell gibt es verschiedene Phasen der Eingewöhnung. Es gibt den Kindern Zeit, sich mit der neuen Umgebung und den zunächst fremden Personen vertraut zu machen und eine Beziehung zur Erzieherin zu knüpfen.

Erst wenn das Kind Vertrauen fasst, kann es sich bei uns sicher und wohlfühlen. Dies ist die Basis für Spiel, Bildung, Persönlichkeitsentwicklung. Besonders den Kindern unter 3 wollen wir Zeit geben, sich bei uns einzufinden. Die Eingewöhnung erfolgt hier gemeinsam mit einer Fachkraft und einem Elternteil.

Damit sich die Kinder sicher fühlen und Raum zur Entfaltung haben ist die Beziehungsarbeit vom ersten Tag an bis zur Einschulung ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Auch die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Familie spielt hier stets eine wichtige Rolle.

4.2 Das Freispiel

„Sag es mir, und ich vergesse es…
Zeig es mir, und ich merke es mir…
Lass es mich tun und ich verstehe es.“

Das Freispiel drin und draussen stellt den größten und wichtigsten Teil im Kita-Alltag dar, da es von elementarer Bedeutung für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes ist. In dieser Zeit beschäftigen sich die Kinder möglichst selbstbestimmt. Kindliches Lernen geschieht motival, das heisst es geschieht überwiegend im Spiel. Positive wie negative Gefühle prägen das Kind.

Für ein gelingendes Spiel benötigt es Raum, Material, Zeit und ein hohes Mass an Respekt der Tätigkeit gegenüber.

In spielerischer Auseinandersetzung mit der Umwelt entfaltet das Kind seine Fähigkeiten und lernt seine Grenzen kennen.

Besonders das soziale Lernen geschieht im Kita-Alltag. Nirgendwo sonst erlebt sich das Kind in einer vergleichbaren sozialen Gruppe. Das vielseitige Erleben und Lernen miteinander macht das Freispiel für das Kind unverzichtbar.

Ähnlich der Tätigkeit von Erwachsenen ist dem Spiel des Kindes ausreichend Respekt und ungestörter Freiraum entgegenzubringen.

Wir unterstützen die Kinder durch Impulse, Spielbegleitung oder Freispielangebote.

Im Freispiel beobachten wir das Spielverhalten der Kinder intensiv, um sie angemessen zu fördern und auf das Leben vorzubereiten.

4.3 Partizipation und Beschwerdemanagement

Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Kinder zu begleiten und zu fördern, sich eine eigene Meinung zu bilden, für eine Gemeinschaft notwendige Strukturen zu verstehen und zu lernen sowie Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Dafür beteiligen wir unsere Kinder entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstands an Themen und Entscheidungen die sie betreffen, soweit dies mit unserer Verantwortung und dem Wohl der Kinder vereinbar ist. Wir sind überzeugt, dass Kinder durch Beteiligung lernen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen Meinungen, Bedürfnisse und Kritik der Kinder ernst und begründen ihnen gegenüber unsere Entscheidungen.

In unseren Teamsitzungen besprechen wir, welche Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten die Kinder haben und welche Entscheidungen von uns Erwachsenen getroffen werden.

Kinder haben das Recht, Unzufriedenheit oder Kritik zu äußern. Wir wollen den Kindern ermöglichen, ihre Meinung zu äußern. Unsere Kinder sollen erleben, dass ihre Meinung wichtig ist und gehört wird. Wir nehmen Äußerungen der Kinder ernst und gehen im Rahmen unseres Bildungs- und Schutzauftrags angemessen damit um.

Ein Beispiel für Beteiligung an Prozessen und Projekten ist die Kinderkonferenz.

Die Kinderkonferenz findet regelmässig in den großen altersgemischten Gruppen statt. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, über Themen und Projekte ihrer Wahl demokratisch abzustimmen. In einem Stuhlkreis können Kinder sowie Erzieher ein Thema vorschlagen, welches sie beschäftigt und interessiert.

Die Kinderkonferenz ermöglicht es den Kindern, ihre Interessen zu äußern und zu vertreten. Sie erleben sich selbst als Handelnde und erfahren im demokratischen Tun erste Erfahrungen. Das kritische und kreative Denken wird in komplexen und alltäglichen Zusammenhängen geübt.

Die Kinder sollen hierdurch ihre Umwelt bewusst wahrnehmen und aufmerksam werden, für die Möglichkeiten, die ein demokratisches Umfeld bietet.

4.4 Sprachbildung

Alltagsintegrierte Sprachbildung ist eine zentrale Aufgabe in der Oase. Viele Sprachen und die Förderung der gemeinsamen Sprache Deutsch ist allgegenwärtiger Teil unseres Alltags.

Wir bieten Erlebnisse, Sprachanlässe im Alltag, gestalten Dialoge mit den Kindern und sind Sprachmodell. Dadurch fördern wir Sprachfreude, Dialogfähigkeit, das Interesse an Geschichten, nonverbale Ausdrucksformen, situationsangemessenes Sprachverhalten, Wortschatzerweiterung, normgerechte Wort- und Satzbildung, phonologische Bewusstheit und Spiel mit Sprache.

Bei der Vielfalt der unterschiedlichen Familiensprachen in unserer Einrichtung wird die Neugier auf andere Sprachen bei vielen Kindern geweckt.

Jährlich wird der Sprachentwicklungsstand des Kindes mit dem Programm BaSiK von Renate Zimmer dokumentiert.

4.5 Ganzheitliche Entwicklungsbegleitung

Die Begleitung der Kinder in ihrer Entwicklung ist das zentrale Thema unserer Arbeit. Hierbei ist uns wichtig, dass alle Bildungsbereiche die gleiche Bedeutung haben.

Nur dieser Blick ermöglicht es uns, jedes Kind individuell über die Dinge zu motovieren, die es gut kann. Wir begleiten die Eltern dabei, ihr Kind auf die Herausforderungen des alltäglichen Lebens vorzubereiten.

Ein besonderes Augenmerk bekommt hier das Freispiel, welches wir durch Raum- und Materialangebot bewusst mitgestalten.

Psychomotorik/ Bewegung

Bewegung ist ein grundlegendes Mittel zum gefühlsmäßigen Erleben, zur Verständigung, zur gemeinsamen Kommunikation in einer Gemeinschaft und zur Erkenntnisgewinnung. Bewegung hat für uns eine ganzheitliche und fundamentale Bedeutung.

Die Bewegungsangebote finden sowohl draußen als auch in der Einrichtung statt. Hierbei unterscheiden wir grundsätzlich nach begleiteten und selbstentdeckenden und -erfahrenden Bewegungsangeboten (Bewegungslandschaft).

So ermöglicht Bewegung eine Auseinandersetzung mit sich selbst, mit seiner räumlichen Umwelt, mit der Vielfalt der Interessen in einer Gruppe und mit vielfältigen Materialien. Dadurch erwerben die Kinder nicht nur Erfahrungen. Ihre Sicherheit, Selbständigkeit und das Selbstvertrauen werden täglich größer.

Natur und Umwelt

Unser großes Außengelände nutzen wir für die tägliche Bewegung durch Spielphasen im Freien und bei jeder Witterung. Zum anderen führen wir Waldtage bzw. Waldwochen durch. Hier werden Spielräume zum kreativen Umgang mit Natur und Umwelt geschaffen und damit zugleich für ein rücksichtsvolles und nachhaltiges Miteinander in der Natur sensibilisiert.

Musik

Musik gehört für uns fest in den Alltag der Oase.

Wir bieten den Kinder Raum für Klangerfahrungen mit der Stimme, dem Körper oder mit Instrumenten. Wir singen und tanzen zu Liedern verschiedener Kulturen und Stilrichtungen. Musik findet bei uns Raum in Spiel- und Singkreisen, geplanten Aktivitäten zur musikalischen Früherziehung  sowie in vielzähligen Situationen des Alltags.

Ästhetische Bildung/ Kreativität

Bei uns haben die Kinder die Möglichkeit, vielfältige Materialien, Geräte, Farben und Formen sowie Techniken zur Gestaltung auszuprobieren und kennenzulernen. Auch Tanz und Theater tragen zur Entwicklung der Ausdrucksfähigkeit und Toleranz bei.

Ob beim Malen, Basteln, Bauen oder im Sand graben, wir ermutigen die Kinder, eigene Wege auszuprobieren und kreativ mit Hindernissen umzugehen.

Den Kindern stehen vielseitige Materialien zur Verfügung, die sie zum Gestalten, Experimentieren, Konstruieren und Darstellen anregen.

Soziale und Emotionale Kompetenzen

Im Freispiel und auch in vorbereiteten Angeboten üben die Kinder sich in ihren sozialen und emotionalen Kompetenzen. Der Kindergartenalltag wird von uns bewusst so gestaltet, dass Kinder ein harmonisches Miteinander Lernen und eine Streitkultur entwickeln können. Unterschiedliche Interessen, Eigenschaften und Fähigkeiten werden toleriert und anerkannt. So wollen wir die Kinder dabei unterstützen, selbstbewusst und offen in die Welt zu sehen.

Lebenspraktische Übungen

Während des Freispiels stehen vielfältige Angebote und Materialien zur Verfügung, die das Kind gemäß seinem Entwicklungsfenster annimmt und selbst entscheidet, wie intensiv und wie lange es sich damit beschäftigt. Ein Teil der Materialien gibt den Kindern die Möglichkeit zur eigenen Fehlerkontrolle unabhängig von der erwachsenen Person sowie zu Erkenntnissen  z.B. in Mathematik, Sprache.

Besonders beliebt bei unseren Kindern sind die Übungen des täglichen Lebens.

Hier haben die Kinder die Möglichkeit, mit Materialien wie Pinzetten, Pipetten, Wasser, Schalen, Löffeln etc. die Erwachsenenwelt nachzuahmen.

Andere Beispiele hierfür sind die Materialien zum Schuhe putzen oder Nähen oder Kerzen anzünden. Nicht alle Materialien stehen ohne Begleitung eines Erwachsenen zur Verfügung.

Kognitive Entwicklung

Lernbegleitung ist zunächst eine Beziehungsaufgabe. Wir wissen, dass eine sichere, verlässliche Beziehung zu einem erwachsenen Gegenüber die notwendige Grundlage für gelingende Lern- und Entwicklungswege ist. Ein Kind muss sich sicher gebunden fühlen, um möglichst mutig und vertrauensvoll die Welt erkunden zu können. Die pädagogische Herausforderung bei der Lernbegleitung ist, da zu sein, ohne die Kinder zu gängeln, ihre Lernwege wahrzunehmen und zu wissen, was das Kind gerade braucht: einen Impuls, eine Frage, ein Lob, eine Ermutigung, eine neue Herausforderung oder einfach Ruhe für seine momentanen Forschungen.

In der Kita begegnen die Kinder vielen Situationen, die zum Lernen und sprechen anregen. So gibt es beispielsweise Farb- Form- und Zahlenspiele, Sachbücher sowie gezielte Angebote in Kleingruppen. Wir sehen unsere Rolle nicht als die des Problemlösers, sondern vielmehr als die des Begleiters. Wir unterstützen die Kinder dabei, Antworten oder Lösungen zu finden statt sie stets vorzugeben.

Umgang mit Medien

Ein verantwortungsbewusster Umgang vor allem mit modernen Medien ist eine wichtige Fähigkeit in der heutigen Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen.

Wir sehen unseren Bildungsauftrag darin, uns den Entwicklungen nicht zu verschliessen. In unserer Kita gibt es vielfältige Medien wie Bilderbücher, CDs, Laptops und Tablet PCs. Wir legen Wert darauf, den Kindern im Umgang mit modernen Medien Vorbild zu sein. Das bedeutet, wir nutzen die mobilen Geräte ausschliesslich als Arbeits- und Lerngeräte. Sie stehen den Kindern keinesfalls eigenständig zur Verfügung, da wir konsumorientiertes Verhalten im Zusammenhang mit technischen Medien nicht fördern wollen.

4.6 Raumgestaltung

Die Gestaltung unserer Räume richtet sich an den natürlichen Spielinteressen der Kinder. So legen wir Wert auf ein ausgewogenes Raumangebot für Rückzug/Ruhe, ungestörtes und unbeobachtetes Spiel, Bewegung, Rollenspiel, Konstruktion und Kreativität. Räume und Spielmaterialien sollen die Kinder zu intensivem Spiel und somit Selbstbildungsprozessen in den verschiedenen Bereichen (z.B. Wahrnehmung, Koordination, logisches Denken, Feinmotorik, Sozialverhalten) anregen.

In der Oase Hüttental gibt es zusätzlich zu den Gruppen- und Nebenräumen noch verschiedene Funktionsräume. Diese können die Kinder in den Freispielphasen selbstbestimmt und ohne Begleitung eines Erwachsenen nutzen.

Hierfür nutzen wir die Abmeldetafel aus der Freinetpädagogik.

Im Flüsterraum gibt es verschiedene Materialien, die die Wahrnehmung der Kinder anregen (verschiedene Lichtquellen, Massagebälle, unterschiedliche Liegeplätze, Duftlampen). Wie der Name schon sagt ist hier ein Ort der Ruhe und Entspannung.

Ganz anders geht es im Bällebad zu. Unser Bällebad umfasst über 7 Quadratmeter Spielfläche mit über 12000 Therapiebällen. Auch hier wird die Wahrnehmung der Kinder angesprochen, auch wenn eindeutig Bewegung und Spass im Vordergrund stehen.

Im Spielzimmer finden Angebote zur musikalischen Früherziehung statt. Ansonsten steht dieser Raum den Kindern zum bewegungsreichen Rollenspiel und Höhlen bauen zur Verfügung.

Im Kreativraum stehen diverse Mal- und Bastelmaterialien bereit, die die Kinder selbstbestimmt nutzen können. Dieser Raum wird ebenfalls für Angebote in den Bereichen Werken und Experimente genutzt.

4.7 Unsere Arbeit mit den Kindern unter 3 Jahren

Unsere Kinder unter 3 werden in einer altersgemischten Gruppe mit Kindern von 1-3 Jahren betreut. Wir legen grossen Wert darauf, die Eingewöhnung mit den Eltern gemeinsam zu gestalten, so dass jedes Kind genug Raum und Zeit hat, sich einzugewöhnen.

Festes Gruppenpersonal gibt den Kindern Sicherheit und Kontinuität.

Die Einrichtung des Gruppenraums sowie die Auswahl des Spielmaterials ist gezielt auf die Bedürfnisse der Kinder unter 3 abgestimmt. Bewegung, Wahrnehmung und Rückzug stehen hier im Mittelpunkt.

In der Oase Hüttental werden die Kleinen behutsam auf das teiloffene Konzept vorbereitet. Die Kinder unter 3 dürfen unsere Funktionsräume nur in Begleitung eines Erwachsenen nutzen.

Feste Tagesstrukturen und Rituale wie z.B. tägliches Singen, gemeinsames Händewaschen, gemeinsames Mittagessen etc. geben den Kindern Sicherheit und fördern das Gemeinschaftsgefühl.

In unserem Schlafraum steht für jedes Kind der U3-Gruppe ein eigenes Bett zur individuellen Erholungsphase bereit. Individuell können die Kinder hier ein Kuscheltier, Kuscheltuch o.ä. aufbewahren. Eine Bezugsperson aus der Gruppe begleitet die Kinder in ihrer Ruhephase.

Das Wickeln ist eine sehr intime Situation für die Kinder. Daher wird diese Situation nach Möglichkeit immer von einer Person begleitet, zu dem das Kind eine vertrauensvolle Bindung aufgebaut hat.

4.8 Das letzte Jahr im Kindergarten

Unser Ziel ist immer, jedes Kind seines Alters entsprechend und auf allen Gebieten ganzheitlich zu fördern und sehen jede Arbeit mit Kindern, von der Geburt an bis zum Schuleintritt, als Vorschularbeit. Jede neue Erfahrung, jedes neue Lernerlebnis, all das ist die Vorbereitung auf das Leben und damit auch auf die Schule.

Doch der Übergang vom Kindergarten in die Schule stellt für die Kinder eine große Herausforderung dar. Um die Kinder im Sommer selbstsicherer, angstfrei und neugierig in die neue Lebenssituation „Schule“ zu entlassen, ist die Gestaltung des letzten Kindergartenjahrs ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Langsam sollen sich die Kinder daran gewöhnen, von der rein lustbetonten, freiwilligen Beschäftigung in wechselnden Kleingruppen auch hin zur Arbeit mit vorgegebener Zielsetzung in größeren festen Gruppen zu gelangen.
Im letzten Jahr vor dem Schuleintritt findet deshalb ein speziell auf die aktuelle Vorschulgruppe zugeschnittenes Programm statt.

Die Oase Sieghütte arbeitet hier in Anlehnung an das Würzburger Trainingsmodell. Hierbei handelt es sich um ein tägliches Sprachentwicklungsprogramm. Zusätzlich wird in einem Vorschulprojekt intensiv an einem für die Kinder interessantem Thema gearbeitet.

In der Oase Hüttental treffen sich die Vorschulkinder im zweiten Halbjahr wöchentlich. Hier werden verschiedene Themen wie z.B Zahlen und Mengen, Sprache, Verkehrserziehung und vieles mehr bearbeitet um die Kinder auf die Anforderungen der Schule vorzubereiten.

5. Elternarbeit

5.1 Unser Verständnis von Elternarbeit

Die wichtigsten Bezugspersonen für jedes Kind sind die Eltern. Daher ist uns eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Eltern in der Erziehung zu unterstützen, begleiten und beraten. Daher legen wir Wert auf einen regelmässigen Austausch, um gemeinsam ihr Kind in seiner ganzheitlichen Entwicklung zu begleiten und zu fördern.

5.2 Elterngespräche

Über die Entwicklung, Stärken und Interessen der Kinder laden wir jede Familie 1-2x jährlich zu einem Entwicklungsgespräch ein.

Um im regelmässigen Austausch mit allen Eltern zu bleiben, nehmen wir uns Zeit für Tür-& Angelgespräche. Termine für Gespräche zur Klärung von Fragen oder Anliegen der Eltern können jederzeit mit uns vereinbart werden.

5.3 Bildungsdokumentation

Für jedes Kind führen wir eine Bildungsdokumentation. Darin werden Beobachtungen festgehalten, Entwicklungsbögen sowie das BaSiK-Programm zur Sprachentwicklung abgeheftet. Auch Fotos und Lerngeschichten dokumentieren den Alltag und das Lernen unserer Kinder.

Beobachtung und Dokumentieren von Spiel- und Lernverhalten ist die Basis für unsere Arbeit mit den Kindern, die ganzheitliche Förderung. 1-2x jährlich werden die Entwicklungsbögen sowie das BaSiK-Programm für jedes Kind von einer Fachkraft bearbeitet.

5.4 Feste und Feiern

Gemeinsame Feste sowie andere gemeinsame Aktionen mit den Kindern (z.B. Waldausflug, Laternenbasteln etc) bieten wir nach Möglichkeit jedes Jahr für Mütter, für Väter, für Eltern oder für Grosseltern an.

5.5 Der Elternbeirat

Auf den jährlichen Elternabenden wählen die Eltern jeder Gruppe ihren Elternbeirat. In der Regel werden pro Gruppe 2 Elternteile gewählt. Jedes anwesende Elternteil ist stimmberechtigt. Der Elternbeirat hat die Funktion, Elterninteressen zu vertreten und steht im regelmässigen Dialog mit dem Team und der Leitung. Zusätzlich unterstützt der Elternbeirat das Team bei der Gestaltung von Festen. Der Elternbeirat lädt zu Elternaktionen wie zum Beispiel dem Elterncafé ein.

6. Teamarbeit und Teamentwicklung

Alle unsere Teammitglieder bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten mit. Aus dieser Vielfalt entwickeln sich die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit. Toleranz und Wertschätzung prägen unsere Arbeit. Jeder Mitarbeiter bringt sich mit seinen Stärken ein, so dass alle Ressourcen nach Möglichkeit genutzt werden. Mit dieser offenen Haltung bieten wir den Kindern ein gutes Vorbild für Inklusion und Gemeinschaft

Um organisatorische sowie konzeptionelle und inhaltliche Themen zu besprechen finden wöchentlich Teambesprechungen statt. Für Gruppenbelange finden regelmässig Treffen der Gruppenteams statt.

Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, an Fortbildungen teilzunehmen. Zusätzlich gibt es je nach Thema Teamfortbildungen oder Supervision. 2-3 der jährlichen Schliessungstage werden als Konzeptionstage genutzt. Hier werden konzeptionelle Themen ausführlich besprochen und die pädagogische Arbeit weiterenwickelt.

Nicht zuletzt trägt auch unser jährlicher Betriebsausflug zur positiven Teamentwicklung bei.

7. Qualitätssicherung

Wir arbeiten mit dem System des Paritätischen Wohlfahrtverbandes PQ-Sys® KiQ. Dieses System beinhaltet 9 Module zur regelmässigen Evaluation und Erarbeiten von zielorientierten Massnahmen zur Qualitätssicherung. Dazu gibt es das Qualitätshandbuch der Kita Oase.

Modul 1: Grundsätze beschreiben und begründen – Leitfaden und Konzeption

Modul 2: Kinder in ihrer Entwicklung begleiten – Bildung, Erziehung und Betreuung

Modul 3: Mit Eltern und Familie zusammen arbeiten – Erziehungspartnerschaft

Modul 4: Kinder beteiligen und schützen – Partizipation und Kinderschutz

Modul 5: Vielfalt (er)leben – Inklusion und Kindertageseinrichtung

Modul 6: Den Übergang gestalten – Kindertageseinrichtung und Grundschule

Modul 7: Eine anregungsreiche Umwelt schaffen – Raumgestaltung und Ausstattung

Modul 8: Kompetenz und Motivation fördern – Personal- und Teamentwicklung

Modul 9: Die Kindertageseinrichtung betreiben – Vorstände und Geschäftsführungen in der Verantwortung

Jedes Modul wird möglichst alle 3 Jahre bearbeitet. Die festgelegten Massnahmen und Zielvereinbarungen werden an das Gesamtteam kommuniziert und nach angemessener Zeit reflektiert und überprüft.

8. Stadtteilarbeit/Öffentlichkeitsarbeit

Wir beteiligen uns an der Stadtteilarbeit im Gebiet Hüttental im Rahmen der Stadtteilkonferenz Hüttental.Wir kooperieren mit der jeweils ortsansässigen Grundschule. An unseren Waldtagen erkunden wir die umliegenden Strassen der Kita.

Zudem besuchen wir mit unseren Kindern (vorwiegend den Vorschulkindern) nahegelegene Institutionen (Bäcker, Supermarkt, Bücherei, Bank etc).

Einzelne Feste sind öffentlich und die Anwohner werden eingeladen.

Interessierte Eltern auf der Suche nach einem Betreuungsplatz sind jederzeit Willkommen, einen Besichtigungstermin mit uns zu vereinbaren und sich über unsere Oase zu informieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.